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Die letzten Rezensionen

28. November 2017

Bloggeraktion - Nachtigall


Herzlich Willkommen zu Tag 9 dieser tollen Bloggeratkion. In dieser Aktion, stellen euch 11 Blogger 11 Geschichten vor, die einen in den Bann ziehen. Es sind Geschichten, die absolut unter die Haut gehen, einen in den Bann ziehen und vor allem jede einzelne Geschichte regt einen so richtig zum Denken an.

"Welch ein unergründliches Mysterium liegt doch in jedem Tier"
- Arthur Schopenhauer




Klabauterkatzen

Meine heutige Geschichte heißt "Klabauterkatzen". Die Gschichte handelt über ein Paar, das mit der Fähre von Valencia nach Ibiza fahren möchte. Alles scheint ganz normal zu sein, bis eine mysteriöse Katze erscheint, die auf Fotos wohl nicht einmal zu sehen ist. Eine schwarze Katze hat es ihnen ganz besonders angetan und eigentlich ungewollt, bringt das Paar die Katze, die sie liebevoll Polizón nennen, auf die Fähre.
Dort unterhalten sich drei Spanier über Geschichte über Katzen, die der Mann zum Teil mitbekommt, auch wenn er der Geschichte nicht ganz folgen kann. Die Männer sind ganz gefangen von den Gerüchten über die „Klabauterkatzen“, sodass sie gar nicht mitbekommen, dass sie einen stillen Zuhörer haben.
Am Ende weiß der Mann nicht mehr, was er glauben kann oder nicht, sodass er von einem furchtbaren Albtraum geplagt wird, der ihn am Ende zum Nachdenken anregt. Am Ende ist dann doch alles so wie es zuvor war und die Katze verlässt gemeinsam mit dem Paar wieder das Schiff. Oder vielleicht doch nicht? Denn ein Passagier ist auf mysteriöse Weise spurlos verschwunden.


„Bei Vollmond liegen sie unter den Autos auf dem Parkplatz. Es sieht aus, als wenn sie dort schlafen, doch sie schlafen nicht, sie sind hellwach. Sie warten geduldig auf die Fahrer und sehen sich die Menschen genau an. Wenn diese nett sind, naiv, einfältig, gutgläubig, dann schlägt ihre Stunde. Sie bezirzen die Fahrer oder ihre Frauen und Kinder, ihnen eine Tür zu öffnen. Die meisten jagen die Katzen davon. Wer lässt denn schon eine fremde Straßenkatze zu sich ins Auto?“

Mein erster Gedanke beim Lesen der Geschichte war „Oh unser Leon“. Durch unsere Katzen haben wir schon sehr viele Geschichten von Katzen gehört. Für die Einen sind sie Glücksbringer, vor allem dreifarbige Katzen, die sowieso allgemein als Glückskatzen gelten, für andere bringen gerade schwarze Katzen, wie unser Leon, einfach nur ganz viel Unglück. ;)
In diesem Buch scheinen es alle Katzen zu sein, die sich au Schiffe schleichen versuchen, in dem sie arme unschuldige Menschen wie Sirenen bezirzen, und als „Klabauterkatzen“ Unheil auf dem Schiff bringen.
Ich finde es richtig faszinierend, wie die Menschen von ihrem Aberglauben geprägt sind. Es gibt so viele, die tatsächlich alles glauben, was man ihnen sagt, die an alte Geschichten festhalten und sich damit richtig fertig machen.
Auch die Spanier haben richtig an diese Geschichten geglaubt und obwohl sie eigentlich nicht bemerkt haben, dass sie von dem Mann belauscht werden, den Mann mit ihren Geschichten in seinen Bann gezogen und dafür gesorgt, dass auch er von diesem Aberglauben heimgesucht wird.
Man sieht in der Geschichte auch richtig, was es ausmacht, wenn man richtig stark an eine Geschichte glaubt.


„Polizón. Deine Reise ist hier zu Ende.“

Am Ende verlässt die Katze gemeinsam mit dem Paar wieder die Fähre. Alles scheint normal zu sein und für ihn das Geschehene nur wie ein böser Traum. Doch dann erfahren sie, dass ein Mann auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Er bleibt auch verschwunden. Was hat das auf sich? Ist doch die Katze an allem Schuld. War an den Gerüchten über die Klabauterkatzen doch etwas dran?

Es ist eine Geschichte die zum Nachdenken anregt, zuvor einem in den Bann zieht und garantiert auch für Gänsehaut sorgt.
Wie viel können Katzen wirklich bei uns bewirken? Haben sie wirklich die Möglichkeit Menschen einfach so verschwinden zu lassen? Sind sie magische Wesen, die doch mehr verheimlichen als wir uns vorstellen können?
Ich musste auch deswegen schmunzeln, weil eine frühere Arbeitskollegin von mir, als ich ihr erzählte, dass wir zwei Katzen zuhause haben, genau das zu mir sagte, was in dem Buch heraus kommt. „Katzen sind durchtriebene Tiere, die Menschen und ihre großzügige Ader gegenüber diesen Wesen schamlos ausnutzen, sie in ihren Bann ziehen, um sie dann als Sklaven auszunutzen.“

Am Ende meines Aktionsbeitrages, möchte ich euch natürlich noch gerne das gesamte Buch etwas vorstellen, sowie meine Meinung dazu kundtun. :)

Buchvorstellung




In den elf Erzählungen begegnen sich Menschen und Tiere, mal in einer sehr realen Welt, mal in einer traumhaften Sphäre. Sie sind Störenfriede, Opfer, Tyrannen, Freunde, Retter in der Not. Eine Großwildjägerin auf dem Oktoberfest, gejagt von Feinden und Fans. Eine Frau und ihr kleiner Terrier, der unter keinen Umständen ein Schweizer Seehotel betreten darf. Ein Mann, der erst durch den Gesang einer Nachtigall erkennt, dass es unter der Oberfläche eines malerischen portugiesischen Dorfes lichterloh brennt. Ein Liebespaar, das während einer nächtlichen Schiffspassage nach Ibiza Bekanntschaft mit einer mysteriösen Katze macht. Ein Mann, der seine Traumfrau trifft und sie wegen eines Moskitos gleich wieder verliert. Freundschaft und Vertrauen, Angst und Fremdheit: In der Begegnung mit Tieren finden wir den Schlüssel zu uns selbst.





Eigene Meinung


Es ist ein richtig tolles Buch über 11 Tiergeschichten, die einen in den Bann ziehen, einen etwas gruseln und einen auch berühren. Die Geschichten regen zum Nachdenken an, bringen einen zum Grübeln und vor allem sehen wir die Tierwelt danach mit ganz anderen Augen. Es sind mitreißende Geschichten, die absolut gelesen werden müssen und die Fantasie vom Leser anregen. Eine sehr gelungene Geschichtensammlung.





Kommentare:

  1. Vielen Dank für die Rezension. Sehr schön umgesetzt, mit den Zitaten und den großartigen Fotos (deine Katze?).Thomas

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    1. Vielen vielen Dank. :)
      Nein leider nicht. Unsere sind sehr Fotoscheu. :)

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  2. Wow, was für ein toller Beitrag! Danke dir! Ich bin mit Katzen aufgewachsen und ich bin überzeugt, dass es bei Ihnen nicht immer mit rechten Dingen zugehen kann. Zu oft tauchen sie auch in der Mythologie anderer Länder auf... und du hast es geschafft: ich bin total neugierig auf Das Buch! :D Liebe Grüsse Nina

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