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Die letzten Rezensionen

9. Oktober 2017

Wo der Regenbogen anfängt





Autorin: Julia Bohndorf
Titel: Wo der Regenbogen anfängt
Preis: [TB] 14,90€, [eB] 5,99€
Einband: Taschenbuch oder eBook
Seitenanzahl: 414 
Altersempfehlung: /
Reihe: Nein
Verlag: DigitalPublishers
*Rezensionsexemplar


Klappentext 

Nach dem Tod der Eltern leben die Schwestern Maeve und Niamh gemeinsam bei ihrer Großmutter in Berlin. Aber so richtig „leben“ können die beiden nicht, denn die zehnjährige Niamh bekam vor einiger Zeit die erschreckende Diagnose Leukämie. Ihre elf Jahre ältere Schwester Maeve scheidet als Knochenmarkspenderin aus und auch ein anderer Spender ist nicht in Sicht. Doch so einfach lassen die beiden das Schicksal nicht gewinnen! Um Niamh neuen Lebensmut zu geben, nimmt Maeve sie mit auf einen außergewöhnlichen Roadtrip von Berlin dorthin, wo der Regenbogen anfängt: nach Wicklow in Irland, in die Heimat ihrer Eltern. Da Glück und Leid meistens nah beieinanderliegen, entpuppt sich der Roadtrip als eine Reise, die neue Lebensfreude und Liebe, aber auch Momente der Verzweiflung und Trauer schenkt. Und vielleicht bleibt am Ende ihrer Reise sogar mehr als nur die Erinnerungen an eine wunderbare Zeit zu zweit …

Erster Satz 

»Ich bin im Himmel«, flüstere ich leise. 

Letzter Satz 

Meine Augen heften sich auf den Mann, den ich liebe

Meine Meinung 

Dieses Buch ist einfach wunderschön, so viel sei schon einmal gesagt. Es geht nicht um die große Liebe und irgendwie tut es diese Buch es doch. Es geht um die Liebe und die Bindung zwischen zwei Schwestern, die Liebe und den Zusammenhalt innerhalb einer Familie und irgendwo dazwischen, zwischen dem Auf und Ab auf der Suche nach dem passendem Spender und somit auch nach dem Leben, geht es um die Liebe. 

Maeve und Niamh leben seit einiger Zeit nicht nur als Vollwaisen bei ihrer Oma, sondern nun auch mit der erschreckenden Diagnose Leukämie und niemand, nicht einmal Maeve passt als Spender für eine Stammzellenspende. Nachdem der erste Schock erst einmal überwunden ist und Niamhs Geburtstag vor der Tür steht, überrascht Maeve ihre kleine Schwester mit einem besonderem Geschenk - eine Reise nach Irland, ihren Wurzeln. Für die beiden Schwestern eine Möglichkeit dem täglichem Leben im Krankenhaus zu entkommen und für einen kurzen Moment zu vergessen, weswegen Niamh im Krankenhaus liegt.

Maeve, elf Jahre älter als Niamh, ist nicht nur die große Schwester, sondern vor allem ein Mutterersatz und lässt für ihre kleine Schwester alles stehen und liegen. Man liest, dass sie eigentlich nur noch für ihre kleine Schwester lebt und kaum Zeit mit anderen verbringt oder sich mit anderen Dingen beschäftigt. Dies bessert sich jedoch, als sie ihre Reise nach Wicklow zu Tante Grace und Onkel Dylan antreten.  In Wicklow angekommen beginnt Maeve auch einmal an sich zu denken. 
Niamh ist durch und durch ein Kind, das sich nicht von der Diagnose Leukämie unterkriegen lässt und unfassbar genervt von ihrem Krankenhausaufenthalt ist. Ihr Faible für Harry Potter macht sie unfassbar sympathisch und auch, dass sie immer wieder versucht Maeve in ein sozialeres Leben zu schubsen, kann man ihr anrechnen. Vom Anfang bis Ende des Buches war Maeve aufgeweckt, hatte immer einen flotten Spruch auf der Zunge und ließ sich nicht von den kleineren Zwischenfällen, die ihre Reise beeinträchtigten, nicht beirren.
Auch die anderen Charakter, die Maeve und Niamh auf ihrer Reise von Berlin nach Dublin begleiten sind sympathisch und liebenswürdig. Ich glaube, es gab keinen, bei dem ich mir gedacht habe, dass ich ihn oder sie nicht ausstehen kann.
Einen Minuspunkt gibt es allerdings für das Ende: Es kam zu schnell. Julia Bohndorf hat mit viel Liebe ins Detail geschrieben und wirklich anschaulich geschrieben. An manchen Stellen hatte ich das Gefühl, zu wissen, wie Irland aussieht. Das blieb auch bis zum Ende bei, allerdings diese Liebe für die Reise und auch die Ankunft im Krankenhaus fiel am Ende ein wenig weg. Es ist noch immer ein wunderschönes Ende (das ab ein paar Seiten jedoch auch vorausschaubar ist), aber es ist, wie gesagt, einfach da. Gerade einen der wichtigsten Sätze hätte man nicht einfach als Nebensatz schreiben dürfen, sondern hätte noch einen eigenen Absatz verdient. Dann wäre es für mich runder und schöner zu lesen gewesen. Dann hätte ich das Buch vermutlich nicht ganz so gleichgültig beendet, sondern mit Tränen in den Augen. 

Fazit

Wo der Regenbogen anfängt ist ein wunderschönes Buch zum lesen über die tiefste Liebe, die es wohl auf der Welt gibt und zeigt, dass sich plötzlich einiges ändern kann. Und dass man, obwohl man Krebs hat, niemals aufgeben und sein Leben trotzdem noch genießen kann. Mit weint und man freut sich mit den beiden McKee Geschwistern. 

Bewertung

Trotz des Endes gibt es für das Buch 5 von 5 Eulen.



Anmerkung

Beim Kauf des Buches geht 1€ an die DKMS, was ich persönlich eine gute Sache finde. Ich bin selbst seit etwas über einem Jahr als Spenderin registriert und bin froh, dass es meinem genetischen Zwilling soweit gut geht.
Und vielen herzlichen Dank an DigitalPublishers für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. 

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