April 17, 2016

Siegfried muss sterben


Autor: Attila Geole (Pseudonym)
Originaltitel: Siegfried muss sterben: Die Nibelungensage, erlebt aus der Perspektive einer nahen Zukunft
Preis: 3,99 [D]
Einband: Ebook
Seitenanzahl: 290
Altersempfehlung: Keine
Reihe: Nein
Verlag: Books on Demand
*Rezensionsexemplar*
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Nach einer langen Wartezeit kommt nun auch endlich die Rezension zu diesem besonderen Roman online. Warum dieser Roman etwas besonderes ist und was es genau damit auf sich hat? Das erfahrt ihr weiter unten!


Klappentext

Im Jahr 2052 experimentiert eine Gruppe von »Connectoren« mit ihrer Fähigkeit, psychoneuronale Verbindungen zu anderen Menschen herzustellen. Völlig unerwartet schaffen sie eine mentale Verbindung zu Siegfried von Xanten, dem Helden des Nibelungenliedes.
So können sie die Frage beantworten ob das Nibelungenlied tatsächlich, wie immer behauptet, nur eine Sage ist, in der einige wenige wahre Ereignisse umgedeutet, ausgeschmückt und neu interpretiert werden.
Was geschah in der Mitte des fünften Jahrhunderts wirklich? Hat Siegfried von Xanten den Drachen wirklich erschlagen? Allein? Nur mit einem Schwert bewaffnet? Und wie ist er an den sagenhaften Schatz der Nibelungen gekommen? Konnte Siegfried sich wirklich tarnen, unsichtbar machen? Unter welchen Umständen wurden Siegfried und Kriemhild ein Paar? Hat Hagen von Tronje tatsächlich Siegfried ermordet? Und wenn ja, aus welchen Motiven?
In diesem Roman erfahren Sie durch die Connectoren, was wirklich geschah. Und zum Entsetzen einiger Connectoren wiederholen sich manche Ereignisse der Sage in ihrer Zeit.

Erster Satz

Hagen von Tronje blickte grimmig auf Siegfried, der auf einer Waldlichtung im Kreis einiger Gefolgsleute stand.

Letzter Satz

Wenn *** oder *** für ***s Tod verantwortlich sein sollten, würden auch sie nicht ungeschoren davonkommen.

Meine Meinung

Ich bin ein Fan der Nibelungensage. Als ich dann von dieser etwas unkonventionellen Erzählung erfuhr war ich sofort Feuer und Flamme. Ich bin jemand, der nicht automatisch zu Sci-Fi-Büchern greift. Das ist für mich fast noch unentdecktes Neuland. Allerdings bin ich bei Andreas Eschbach schon auf einige Bücher gestoßen, die meine Neugier weckten. Bei diesem Buch handelt es sich um eine Verknüpfung einer alten Geschichte bzw. Sage und einem Zukunftsgeschehen. Die Geschichte spielt in 36 Jahren. Der Autor liefert hier viele fiktive Antworten auf ungelöste Fragen zur Sage. Die Idee hat mich wirklich beeindruckt. Ich finde auch, dass es sich hier um eine gute Umsetzung handelt und man das Ende unbedingt herausfinden muss. Ein wenig mehr Tiefe der Charaktere ist allerdings ein Wunsch von mir. Die Charaktere sind teilweise relativ oberflächlich beschrieben, mehr Details wären toll gewesen. Das Buch hat eine klare Botschaft an seine Leser. Aber die müsst ihr selbst herausfinden ;)
Die Sprache, der Stil und auch die Idee allerdings gefielen mir ausgezeichnet und das Genre Sci-Fi ist für mich sicherlich noch nicht Geschichte, sodass ich mich über weitere Bücher dieses Autors in Zukunfssicht freuen würde!

Fazit

Für Sci-Fi-Anfänger der Hit. Auch Liebhaber des Genres dürften das Buch gerne mögen! Für mich absolut überzeugend. Außerdem rüttelt das Buch wach, vermittelt eine wichtige Botschaft und fasst dabei noch eine wunderschöne deutsche Sage auf. Ein wenig mehr Charaktertiefe fürs nächste Buch wäre allerdings wünschenswert. Ansonsten weiter so! Das war sicherlich nicht mein letztes Buch von Atilla Geole.


Siegfried muss sterben bekommt vier von fünf Eulen von mir

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