April 1, 2016

Die verlorenen Zeilen der Liebe





Autor: Astrid Korten
Titel: Die verlorenen Zeilen der Liebe
Preis: Taschenbuch € 7,99 eBook € 3,99
Einband: Taschenbuch & eBook
Seitenanzahl: 198
Altersempfehlung: ab 16
Reihe: Nein
Verlag: Montlake Romance

*Rezensionsexemplar




Klappentext 

Kurz vor ihrer Hochzeit erhält Chloé ein Bündel Briefe ihrer vor zwei Jahren verstorbenen Schwester Lilly. Sie erfährt darin vom Leben und Lieben ihrer Schwester und von den Menschen im Café de Flore in Paris, wo Lilly einen einflussreichen und charmanten Geschäftsmann kennenlernt. Trotz aller Warnungen stürzt sich Lilly in eine Affäre mit dem verheirateten Mann, dessen Identität sie in ihren Zeilen nicht preisgibt. Sie nennt ihn nur Monsieur Inconnu. Doch dann beendet er jäh die Beziehung und zerstört Lillys Träume. Sie zerbricht.

Lillys verlorene Zeilen erschüttern Chloé zutiefst und sie wird gezwungen, sich mit der schweren Schuld ihrer Familie auseinanderzusetzen, die auch ihre Zukunft beeinflussen wird.

Erster Satz 

Sie würde in Kürze heiraten.

Letzter Satz 

Chloé stellte sich vor, wie ihre Schwester hoch über den Wolken lächelte, ihnen Glück wünschte und die Winde des Himmels zwischen Armand und ihr tanzen ließ.

Meine Meinung 

Die junge Lilly hat in ihrem jungen Leben schon sehr viel erlebt. Zu viel. Sie flüchtet zu ihrer Tante nach Paris, wo sie ihren Monsieur Inconnu kennen und lieben lernt. In ihren Briefen an ihre ältere Schwester hält Lilly alles fest und beschreibt ihr alle Gefühle, die sie hat. Die Trauer, die Liebe und die Depressionen, die sie ständig plagen.
Die arme Chloé sieht sich kurz vor ihrer Hochzeit mit den schlimmen Fehlern ihrer Familie konfrontiert und muss das ganze genau vor ihrem Freudentag verarbeiten.
„Die verlorenen Zeilen der Liebe“ war mein erstes Buch von der Autorin Astrid Korten. Da ich bisher aber nur gute Meinungen über ihre Bücher gehört hatte, war ich ganz Feuer und Flamme das Buch zu lesen und natürlich ganz neugierig wie es sein würde. Ich wurde absolut nicht enttäuscht. Es war eines der schönsten Bücher das ich gelesen habe.
Kaum hatte ich angefangen dieses zu lesen, konnte ich es auch schon gar nicht mehr aus der Hand legen und war richtig traurig, als es schon zu Ende war.
Die Charaktere sind sehr schön beschrieben und man kann sich so richtig gut in sie hineinversetzen. Astrid Korten hat einen wunderbaren poetischen Schreibstil und trotzallem nicht zu hochgestochen, so dass man es sehr gut und flüssig lesen kann. Die Autorin weiß es die Gefühle der Charaktere gut rüber zu bringen, so dass man sehr gut sieht was sie fühlen und denken. Nicht jeder Autor weiß damit so gut umzugehen wie sie.
Astrid Korten schreibt in ihrem Buch sehr schön darüber, dass bei weitem nicht jede Familie perfekt ist und auch oft sehr gut verschleiert und vertuscht werden kann, dass es nicht jedes Familienmitglied gleich trifft. Gerade sehr oft besteht die Gefahr, dass ein Kind mehr bevorzugt wird als das Andere und eines dann immer sehr darunter zu leiden hat.
Auch bei den beiden Schwestern Chloé und Lilly ist das der Fall. Jedoch nicht, wie immer gemunkelt wird, dass die Kleine gegenüber der Großen bevorzugt wird, sondern genau das Gegenteil war der Fall. Aus den Briefen geht sehr schön heraus wie sich die Ereignisse überschlagen und die ganzen Sachen Lilly brechen. Das Resultat daraus und die Reaktion ihrer Mutter darauf verwundern einen nicht, dass sich das Mädchen später in eine Welt flüchtet, in der alles perfekt ist und es für sie keine Probleme gibt.
Am Ende schafft die Autorin es sehr gut ein überraschendes und interessantes Ende zu machen. Immer wieder gibt es interessante Wendungen. Am Ende wird man jedoch noch einmal total überrascht. Es gibt eine ganz besondere Wendung.
Auf jedenfall schafft es Astrid Korten sehr gut, ein sehr aktuelles Thema in einem tollen und spannenden Roman zu bearbeiten. Depressionen, Burnout, Rettung in eine andere Welt. Es ist ein aktuelles Thema und wird es immer bleiben. Vermutlich sogar immer mehr werden, da der Alltag immer hektischer wird und die Menschen sich teilweise immer weniger Zeit für ihre Familienmitglieder nehmen um zu sehen, geht es dem wirklich gut?

Fazit 

Ich war wirklich ganz besonders überrascht über den Roman. Ich hatte eher eine kitschige Liebesgeschichte erwartet und war von dem eigentlichen Thema total begeistert. Auch von der Sprache her war das Buch viel besser und anspruchsvoller als die bisherigen Romane, die ich gelesen hatte. Auch wenn es leichter zu lesen ist als die ganzen Klassiker, so finde ich, dass man das Buch doch damit vergleichen kann.

Astrid Korten hat das Buch sehr gefühlvoll und poetisch geschrieben und doch leicht lesbar für jeden. Ich kann das Buch nur wirklich jedem ans Herz legen. Ein schöner Roman mit einer tiefgründigen Geschichte.




Die verlorenen Zeilen der Liebe bekommt fünf von fünf Eulen von mir



 


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